Sonderausstellungen Archiv 2011
Lebendige Erde
Das biologisch-dynamische Prinzip
Sonderausstellung zum 150.Geburtstag von Rudolf Steiner
22. Mai - 30. Oktober 2011
Anlässlich
des 150. Geburtstages des Anthroposophen Rudolf Steiner zeigt
das Landwirtschaftsmuseum eine Schau über den Vorreiter des
biologischen Anbaus.
Nur ein Jahr vor seinem Tod, gab er 1924 in acht Vorträgen zur
biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise wichtige Impulse für die
ökologische Landwirtschaft und setzte damit ein Umdenken in der
Landwirtschaft in Gang.
Um
gute Erzeugnisse, schmackhafte und gesunde Nahrungsmittel
anzubauen muss der Boden langfristig gepflegt und mit besonderer
Sorgfalt kultiviert werden. "(Die Pflanze) vollbringt leichter
das, was zur Fruchtbildung notwendig ist, wenn sie schon in
Leben hineingesenkt wird"(Zitat Rudolf Steiner). Mit der
festgelegten Fruchtfolge und anschließender Gründüngung erzielt
man eine Wechselwirkung zwischen Pflanze und Boden. Denn die
Pflanze entzieht dem Boden nicht nur Stoffe, sondern gibt dem
Boden wieder etwas zurück. Statt der künstlichen Düngung mit
synthetischen Stoffen regt Steiner an, eigens Präparate aus
Pflanzen und tierischen Hüllen herzustellen.
Die
Zusammensetzung der Pflanzen und die Auf-gabe der Hüllen im
tierischen Organismus werden genutzt, um mit Hilfe von
kosmischen Vorgängen Kräfte zu bündeln und diese Impulse auf
homöo-pathische Weise an die Pflanzen und den Boden
weiterzugeben. Rudolf Steiner sieht den land-wirtschaftlichen
Betrieb als einen lebenden Orga-nismus, wo Menschen, Tiere,
Boden und Pflanzen zusammenarbeiten, um den Lebensprozess
gezielt zu fördern.
Eingebettet
in kosmische Gesetzbarkeiten und un-ter Berücksichtigung der
Gestirne entwickelt Steiner ein Mensch, Natur und Kosmos
umfassendes Kon-zept, das weit mehr Lebensbereiche als die
Landwirtschaft umfasst. Die Volkskundlerin Heidrun Hajosch aus Freiburg hat zahlreiche Hüllen, Pflanzen, Präparate und Geräte zur Veranschaulichung der Arbeit in der Biologisch-Dynamischen Landwirtschaft zusammengetragen. Die Ausstellung korrespondiert mit der Ausstellung über das gestalterische Werk von Rudolf Steiner, die im Vitra Design Museum ab Mitte Oktober gezeigt wird.
Die Ausstellung ist jeden Sonntag
bis zum 30. Oktober von 14 bis 18 Uhr geöffnet.
Zu den Öffnungszeiten
im Landwirtschaftsmuseum
Zum Anfahrtsplan Landwirtschaftsmuseum
Von Schnupfnasen und Frauentränen - "Verlängert bis 2. Oktober"
Sonderausstellung zur Kulturgeschichte des
Taschentuchs
mit Kunstbeiträgen von Nicoline Koch-Lutz,
Heidenheim: "Gedenke mein"
-Taschentuchkabinett
07.11.2010-07.08.2011
Heutzutage sind Papiertaschentücher in aller Taschen. Der
Markenname "Tempo" ist im allgemeinen Sprachgebrauch bereits zum
Synonym für das Taschentuch geworden.
Das Taschentuch aus Zellstoff ist vermutlich über zweitausende
Jahre alt.
Erfunden
haben sollen die Chinesen zur Zeit der
Han-Dynastie. Erhalten ist aus bekannten Gründen
kein Exemplar mehr.
Auch das Stofftaschentuch kann auf eine lange, spannende
Existenz zurückblicken.Wurde es in den letzten Jahrhunderten ins Dunkel
der Taschen verbannt, erfreute sich das Taschentuch in früheren
Zeiten eines prunkvollen Aussehens und repräsentativer Aufgaben.
War das viereckige Stück Stoff früher ein Statussymbol
wohlhabender - um nicht zu sagen betuchter - Schichten, wurde es
durch die industrielle Revolution
und die technischen
Fortschritte in der Textilindustrie
zu einem weit verbreiteten
Alltagsgegenstand der Allgemeinheit.
Die Ausstellung dokumentiert die Kulturgeschichte des
Taschentuchs.
Gleichzeitig wird aber auch eine künstlerisch-poetische
Annäherung an das Objekt gezeigt.
Die
Künstlerin Nicoline Koch-Lutz aus Heidenheim sieht das
Taschentuch als Auffangbecken der Emotionen, als Bergeort von
Tränen, als
Aufbewahrungsort von Träumen und Sehnsüchten, als treuer
Begleiter und Vertrauter durch das Leben.
Ihr Taschentuchkabinett zeigt sorgsam und mühevoll bestickte und
umhäkelte Taschentücher, die mit Frauenporträts versehen sind
und künstlerisch verfremdet wurden.
Zu den Öffnungszeiten
im Museum Weiler Textilgeschichte
Zum Anfahrtsplan
Museum Weiler Textilgeschichte
Liebe ist ... Verlängert bis 24. Juli 2011!
Liebe ist gar nicht so einfach zu erklären.
Noch weniger ist sie auf einen Nenner zu bringen.
Wir lieben unseren Partner bedingungslos, unsere Kinder über
alles, wir mögen unsere Freunde.
Der alltägliche Sprachgebrauch zeigt die vielen Nuancen des
Begriffs "Liebe" auf.
Wir sagen zu unserem Partner:
"Ich liebe Dich". Und im gleichen Atemzug bekunden wir:
"Ich
liebe Hunde und Katzen" oder "Ich liebe es, Wandern oder Segeln
zu gehen".
Wir sprechen von unseren geliebten Hobbys,
von der Liebe zur Modelleisenbahn oder zum Aquarellmalen.
Der
eine hat eine Vorliebe für
Mozarts Klavierkonzerte, andere kümmern sich
mit viel Liebe um das Rosenbeet.
Die Biologie macht es sich einfach:
für sie ist die Liebe das
Zusammenspiel von Hormonen zur Sicherung der Nachkommenschaft
und zur Arterhaltung.
Wo bleibt denn da die Romantik!
Liebe ist so vielseitig, vielschichtig, wie Menschen einzigartig
sind. Jeder hat andere Vorstellungen
von und Erwartungen an die Liebe. Schon viele
große Philosophen haben die Liebe analysiert,
sie ist von Wissenschaftlern untersucht worden.
Die Liebe ist ein von Gesellschaft und Zeit
geprägtes Phänomen. Je nach sozialer oder kultureller
Wirklichkeit ändert sich die Liebe
immer wieder, bekommt einen neuen Inhalt.
Zu den Öffnungszeiten
im Museum am Lindenplatz
Zu den Veranstaltungen
Zum Anfahrtsplan
Museum am Lindenplatz
Die
Rose, die Königin der Blumen, nahm in der Geschichte der
Menschheit schon immer eine besondere Rolle und Bedeutung ein:
sei es im Volksbrauchtum, im Christentum oder sogar in der
Politik!
Durch die Überlieferungen der griechischen Mythologie ist die
Rose zum bekanntesten Symbol für die Liebe geworden. Die Rose
war der Göttin Aphrodite geweiht, die aus dem aufschäumenden
Meer mit einem Strauch weißer Rosen geboren wurde.
Der italienische Künstler Sandro Botticelli stellte die römische
Göttin der Liebe in seinem berühmten Werk „Geburt der Venus“ mit
vom Himmel herabregnenden Rosen dar. Während die weißen Rosen
für die Reinheit der Liebe stehen, symbolisieren rote Rosen
Begierde und Leidenschaft. Aber die Blume aller Blumen steht
auch für Freude, Jugendfrische, Schmerz, Vergänglichkeit und
sogar den Tod.
„Unter der Rose gesagt“ – sie begleitet uns in allen Facetten
des Lebens.
So ist es nicht
weiter erstaunlich, dass die Rose die am häufigsten umschriebene
und besungene Blume ist. Sie fasziniert Dichter, Autoren und
Musiker gleichermaßen. Mit dem Programm „FÜR MICH SOLL´S ROTE
ROSEN REGNEN" entführen Sie die beiden Musikerinnen Barbara
Wäldele und Barbara Kleiner auf musikalische Weise in die
zauberhafte Welt der Rosen. Mit einer Auswahl vom einfachen
Volkslied (Das Heidenröslein) über Schlager, Chansons, Jazz- und
Musicalsongs bis hin zu Liedern aus Klassik und Pop bieten die
Musikerinnen Ihnen einen unterhaltsamen Rosenreigen.
Musikalisch, choreografisch, literarisch werden Sie spritzig,
witzig und…nicht nur romantisch von uns auf Rosen gebettet!
Freuen Sie sich also auf rosige Zeiten mit
Barbara –
Rosa!- Wäldele ( Gesang, Choreografie, Regie)
Barbara
Kleiner ( Klavier , Text, musikalische Leitung)
Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 12,-
Euro. Die Veranstaltung findet im Rosengarten im 1. Obergeschoss
der Ausstellung statt. Um Anmeldung wird gebeten, da nur eine
begrenzte Anzahl von Plätzen zur Verfügung steht.
Anmeldungen ab sofort unter 07621/ 79 22 19 oder per
Mail an
simone.meyer@museen-weil.info.
Frühlingsgefühle
Musik und Lyrik in der Museumsbar
Tonio Paßlick (Rezitation) und Thomas Bergmann (Gitarre)
Freitag, 15. April 2011, 20 Uhr
Anmeldung erbeten
Am Freitag, den 15.04. 2011 sind Tonio Paßlick und Thomas
Bergmann zu Gast im Museum am Lindenplatz. "Frühlingsgefühle"
ist der Titel, den sie dem literarischen und musikalischen Abend
gegeben haben.
Der Frühling ist die Jahreszeit, in der die Tage
länger werden, die Sonne sich wieder häufiger zeigt, die Vögel
zwitschern und die Pflanzen Knospen treiben, verfehlt auch an
den Menschen seine Wirkung nicht.
Die Produktion von
Glückshormonen wird gesteigert, der Mensch ist empfänglicher für
Signale des andern Geschlechts; das Frühjahr ist die Jahreszeit
sich zu Verlieben.
Tonio Paßlick (Rezitation) und Thomas Bergmann (Gitarre)
beleuchten an diesem Abend ziehen das Phänomens der jungen,
frischen Liebe anhand von Beispielen aus Literatur und Musik:
Darstellungen vom ersten Moment, an dem man begreift, dass man
sich verliebt hat, Liebesbriefe von berühmten Persönlichkeiten,
in denen sie ihre Gefühle offenbaren, Liebeslieder, Gedichte.
Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 8,-
Euro. Die Veranstaltung findet in der stimmungsvollen Museumsbar
statt. Um Anmeldung wird gebeten, da nur eine begrenzte Anzahl
von Plätzen zur Verfügung steht.
Ab Montag, den 11. April nimmt
das Museum am Lindenplatz
Anmeldungen unter
07621/ 79 22 19 oder per Mail an
simone.meyer@museen-weil.info entgegen.
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